Wasser – die ursprünglich wichtigste und häufigste Flüssigkeit
Frühmenschen tranken vor allem Wasser aus Flüssen, Seen, Quellen oder auch Regenwasser, das sich in natürlichen Mulden gesammelt hatte. Reines, kaltes Quellwasser war dabei besonders wertvoll.
Im Mittelalter war Wasser oft unsauber und gefährlich
Im Mittelalter tranken Menschen selten reines Wasser. Viele Brunnen waren verschmutzt, weil sie in der Nähe von Abfall oder Latrinen lagen. Dadurch konnte Wasser krank machen.
Bier, Wein und Most waren deshalb beliebter als Wasser
Weil Alkohol beim Gären Keime tötet, galten Bier, Wein oder verdünnter Wein als sicherer. Diese Getränke gehörten zum Alltag – auch für Kinder. Die Art des Getränks hing vom Geld ab: Reiche tranken Wein, Arme eher dünnes Bier.
In Klöstern wurde Wasser sorgfältiger genutzt
Klöster hatten eigene, geschützte Quellen. Dort galt Wasser sogar als gesund und heilsam. Texte aus St. Gallen loben Wasser als „ehrliches“ Getränk, das gut für den Körper ist. Trotzdem wurde oft Wein oder Bier getrunken, weil sie als sicherer galten.
Heute ist Wasser das empfohlene Alltagsgetränk
Erst ab dem 19. Jahrhundert wurde Trinkwasser in Zürich dank Filtern, Kanalisation und sauberen Leitungen sicher. Weltweit ist sauberes Wasser bis heute nicht überall selbstverständlich.