Ab-Wasser

Früher wurde Abwasser in Zürich offen entsorgt und verschmutzte Gewässer stark. Mit dem Wachstum der Stadt entstanden grosse Hygieneprobleme und Krankheiten. Seit dem 19. Jahrhundert sorgt ein ausgebautes Kanalisationssystem für sauberes Wasser und nutzt Abwasser heute sogar als Energiequelle.

Im Mittelalter landeten Fäkalien in offenen Gruben und Gräben oder auf der Strasse

Die Menschen warfen ihre Fäkalien und ihr Schmutzwasser in Fäkaliengruben oder in offene Abwassergräben zwischen den Häusern. Diese Gruben stanken stark und mussten mühsam geleert werden.

Die Zürcher Gewässer waren im Mittelalter und in der frühen Neuzeit stark verschmutzt

Gerber, Färber und andere Handwerke verschmutzten die Limmat massiv, da sie dort Felle reinigten oder chemische Stoffe verwendeten. Dazu kam Abwasser aus dicht bebauten Wohngebieten – ein grosses Hygieneproblem.

Die Stadt wurde voller, die Verschmutzungsprobleme grösser

Im 19. Jahrhundert wohnten immer mehr Menschen auf engem Raum in der Altstadt. Die Gruben liefen über, Höfe versumpften, und Krankheiten wie Cholera und Typhus breiteten sich aus. Zürich brauchte dringend eine neue Lösung.

Zürichs «Kloakenreform»

Nach anfänglichen Widerständen bewilligten 1867 die Stimmbürger den Bau einer geschlossenen Kanalisation nach Pariser Vorbild. Das war der Start der modernen Abwasserentsorgung in Zürich.

Heute: Ein riesiges unterirdisches Röhrensystem und Abwasser als Energiequelle

Unter Zürich liegt ein rund 1000 Kilometer langes Kanalnetz. Die Klärschlammverwertungsanlage verarbeitet Klärschlamm aus dem ganzen Kanton Zürich und nutzt die dabei entstehende Wärme sowie Abwärme aus dem gereinigten Abwasser zur Fernwärmeversorgung.

Stadt Zürich. (2027). Zürich 3173 v. Chr. 360°.

Baublatt. (ohne Datum). Abwasser-Entsorgung inZug und der Schweiz früher und heute