Das Fraumünster und das Wasser

Das Fraumünster wurde direkt an der Limmat gebaut und war über Jahrhunderte stark vom Wasser geprägt. Hochwasser führte immer wieder zu Überschwemmungen und veränderte das Umfeld der Kirche. Mit Uferbefestigungen und baulichen Anpassungen wurde das Gebäude nach und nach besser geschützt.

Das Fraumünster wurde direkt am Wasser gebaut

Die Lage an der Limmat bestimmte, wie das Kloster und später die Kirche entstanden und wie sich das Gebiet rundherum entwickelte. Das Wasser prägte das ganze Fraumünsterquartier.

Vor dem Fraumünster lag früher ein natürlicher Ufersaum

Im Mittelalter reichte die Limmat zeitweise bis an das Fraumünster heran. Vor dem Chor der Kirche gab es einen strandartigen Uferbereich, in dem Archäolog:innen Fundstücke wie Schuhe und Perlenreste fanden.

Hochwasser traf das Fraumünster immer wieder stark

Mehrfach stand das Fraumünster unter Wasser. 1553 konnte man sogar mit Booten in der Kirche fahren, weil die Limmat so stark über die Ufer trat.

Um das Fraumünster zu schützen, wurde das Ufer später befestigt

Ab dem 15./16. Jahrhundert bauten die Menschen stabile Ufermauern aus Stein direkt vor dem Fraumünster. Sie verhinderten Überschwemmungen und schufen neues, nutzbares Land für Gebäude und Wege.

Der Kirchenboden wurde wegen Feuchtigkeit und Überschwemmungen verändert

Um das Wasser aus der Kirche zu halten, wurde der Boden im 18. Jahrhundert angehoben. Bei der Restaurierung 1911/12 wurde er wieder auf die ursprüngliche Höhe abgesenkt – daher die sechs Treppenstufen beim Ausgang durchs westliche Hauptportal.

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